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Das Pica Syndorm



 

Das Pica Syndrom

bezeichnet man bei Katzen das fehlgesteuerte Fressen unverdaulicher Materialien.

Das Fressen bestimmter Pflanzen tritt eher aus einem Mangel an
oder dem Verlangen nach mehr Rohfasern oder Mineralien auf
und hängt  mit einer nicht ausreichend vollwertigen Ernährung zusammen.

Das Knabbern an Kabeln geschieht wohl erher aus Neugierde oder Langeweile.
Zerkaut oder beschädigt die Katze ein Stromkabel, kann dies fatale Folgen haben.
Zum Schutz für Kabel, sind im Baumarkt  PVC Schläuche erhältlich.
Mitunter reicht es schn wenn mehrere Kabel mit Kabelbinder zusammen gehalten werden.

Einige Katzen lecken an Plastik, Folie, Holz unsw.

Den Materialien haftet der Geruch und Geschmack von Öl an,
da sie häufig aus erdölhaltigen Stoffen hergestellt oder bearbeitet wurden,
was für Katzen attraktiv erscheint.
Auch Unsicherheit, Langeweile oder Stress kann zu diesem Verhalten führen.
Werden diese Materialien gefressen, kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen.

Vorbeugend sollten die bevorzugten Dinge nicht frei herumliegen.

Beim eigentlichen Pica Syndrom nuckelt die Katze meistens an Wolle,
zerkaut sie und frisst mitunter Wolle.
Der Geruch von Lanolin, dem Wollfett erinnert scheinbar an das Fell der Katzenmama
und animiert Kätzchen im Alter, zwischen dem 2.-8. Lebensmonat.
Möglicher Weise hat dieser Reiz, das Verhalten ausgelöst.

Ist dieses Verhalten verfestigt, werden neben Wolle auch syntetische Fasern gefressen.

Nährstoffmangel, zu frühes Abstillen der Katzenmama,
frühe Trennung von Katzenmama und Wurfgeschwistern,
Stress, schlechte Haltung, Trennungsangst,
eine abnorme Bindung an den Katzenbesitzer,
sowie ein fortbestehendes Kittenverhalten, in Form vom Säugeverhalten.

Unterernährte und verwaiste, zu früh entwöhnte Katzen,
saugen gerne an diesen Materialien,
wenn Magen und Darmtrakt damit verstopft sind, bleibt nur eine Not-OP.
Weiterhin kann es zu lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen führen.
Not Behandlung durch den Tierarzt ist sofort erforderlich !

Hilfreich ist eine Nahrungsumstellung von rohfaserarmer Nahrung,
auf rohfaserreiches Futter.

Der Katze sollte neues Spielzeug angeboten werden
und es sollte mehr mit dem Tier gespielt werden.
Somit werden alte Verhaltensmuster durch mehr Aktivität
in Erkundundungs und Jagdverhalten umgeleitet.

Stress sollte reduziert werden und Lebensumstände verbessert werden.
Ziel ist es die Katze zu ermutigen, unabhängiger und erwachsener zu werden.

Möglich ist auch, das die Katzenmutter über die normale Säugezeit hinaus,
spätere Saugversuche nicht abgelehnt hat, sondern zugelassen hat.
So sieht man mitunter auch erwachsene Katzen an den längst nicht mehr Milch spendenden Zitzen nuckeln, sofern dieses das zulassen.

Dazu gehören auch menschliche Ohrläppchen, Finger, Knöpfe , Finger, unsw.

Diese Art infantiler Triebbefriedigung an Gegenständen kann sogar zeitlebens anhalten.

Langweile durch Mangel an sinnvollen Betätigungsmöglichkeiten,
sowie ein erhöhtes Kontaktbedürfnis sind die wahrscheinlichsten Triebfedern.

Wenn Katzen Katzenstreu fressen, kann es ebenso gefährlich werden.
Bei Klumpstreu kann es zum Tode führen.
Dieses Verhalten zeigen Katzen, die an Anämie leiden
und dadurch einen Eisenmangel nicht auffangen können.

Ein großes Blutbild und auch die Nieren ,
sollten  beim Tierarzt  gründlich untersucht werden.

Eine Erklärung, warum Katzen, Sand, Erde und Dreck fressen,
ist ein Rückfall, in die frühkindliche Phase während Alles ins Mäulchen genimmen wurde.

Es gibt keine Standard Diagnose, da Katzen mit ihrem individuellen Verhalten,
zu pauschal sind.
Daher müssen die Verhaltensweisen gut beobachtet werden,
um das Problem zu erkennen und beheben zu können.
Ein kleines Tagebuch ist hilfreich.

Das  Picasyndrom gehört zu den Stereotypien,
zwangshaften, immer wiederkehrenden Handlungen,
die in keinem Zusammenhang zu normalen Handlungen
oder körperlichen Erkrankungen stehen.

Es wirkt selbstbelohnend, denn durch die stattfindende Aktivität, werden z.B.:  Bewegungsmangel  befriedigt, sowie körpereigene Endorphine freigesetzt.
Bei Raubkatzen im Zoo mitunter sichtbar, wenn die Tiere nur auf und ab laufen.

Katzen die dem eigenen Schwanz hinterher jagen, im Kreis laufen,
sowie scheinbar nach Fliegen jagen, sind ebenfalls erkennbar.

Stereotypien sind Verhaltensweisen ohne eine genetische Ursache,
die oft aus normalen Verhaltensweisen wie Körperpflege, Laufen odr Spielen entstehen, aber selbstvelohend wirken.
Zu Beginn steht immer ein Konflikt oder eine Frustation für die Katze,
die sie nicht durch eine angemessene Reaktion lösen kann.

Stereotypien können selbstzerstörerisch sein.

Sie sind erworben, aber nicht durch Nachahmung erlernbar
und entstehen durch eine nicht artgerechte Haltung, zu wenige Bewegung,
fehlende Abwechslung, monotone Haltungsbedingungen,
sowie dann, wenn keine Möglichkeit zu sozialen Körper und Sichtkontakten
mit anderen Tieren bestehen.

Insektenfangen ist ein normales Jagdverhalten, Fliegenfangen ohne Fliegen dagegen nicht.

Bei Wohnungskatzen spielt der Umstand ,
sich unerträglichen Reizgegebenheiten nicht entziehen zu können,
bei der Entstehung von neurotischen Verhalten eine große Rolle.

 

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