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Gentest?

Nach langer Zuchterfahrung seit 1995,
habe ich zu diesem Thema eine eigene Meinung:

Für mich persönlich vermitteln Gentests, nur eine vermeintliche Sicherheit. 


Eine 100% Garantie, dass ein Tier nie krank wird gibt es nicht.

 Ein Gentest sagt aus, ob eine bestimmte genetische Formation vorhanden ist,
die mit einer bekannten Erkrankung  im Zusammenhang steht.
Dies besagt das ein nicht zufälliger Zusammenhang zwischen einen Gen
und einer bestimmten Erkrankung besteht = erbliche Erkrankung,
 im Gegensatz zu einer erworbenen Erkrankung.

Viele Züchter werben mit einen Gen- Testpaket für Maine Coon

Es  ist ein Irrglaube anzunehmen, dass hierdurch eine Art " TÜV Siegel "
dazu dient, dass die Tiere absolut gesund sind.

Alle Katzen weltweit,  tragen  diese getesteten Erbanlagen in sich
und können erkranken.

Bei verantwortungsbewussten, vereinszugehörigen Züchtern,
sollte es selbstverständlich sein, zu begreifen, dass Zucht Selektion bedeutet.

1995 gab es diese Möglichkeiten noch nicht, wenn wir auf diese Zeiten zurück blicken, können wir mit Stolz berichten, dass sich unsere Maine Coon Crew
auch im hohen Alter in bester Gesundheit befindet,

Es ist unsinnig,  die wenigen Katzen heraus zu testen,
die frei von genetisch verdächtigen Merkmalen sind
 und zu glauben damit züchtet man gesunde Tiere.

Züchter die auf Alles testen, was momentan auf vom Labor angeboten wird, speziell Genpakete zum Sonderpreis,
wiegen die den Käufer in einer vermeintlichen Sicherheit,
die es tatsächlich gar nicht gibt.


Kein Züchter auf dieser Welt kann eine 100% Garantie geben,
dass die von ihm verkaufte Katze gesund bleibt.

Selbst wenn alle Ergebnisse vom Gentest negtiv sind, so können Tiere
trotzdem erkranken :

* vom Menschen und anderen Tieren übertragen Infektionen
* seelische Belastungen
 *Haltungsbedingungen
* Futterumstellungen
* Stress
* Veränderungen im Umfeld
* andere Tiere oder Streitigkeiten können Katzen krank machen.

Noch nie hat ein Gentest eine Maine Coon davor bewahrt, krank zu werden

HCM- Ultraschall, PKD- und Leberschall, HD, ED, OCD Röntgen ;
HCM, PKD, SMA, PKdef ...

HCM ist eine der häufigsten Todesursachen bei allen Katzen,
es betrifft nicht nur bei Maine Coon Katzen.
Mittlerweile gibt es 3 Gene, auf die diese Erberkrankung,
es kann getestet werden, bisher sind 7 bekannt.
Was nutzt es, auf den ersten 3. Genen getestet zu haben
und der Test ist negativ ausgefallen ( d.h. nicht vorhanden sein, einer Erbanlage) wenn die Katze auf dem 4.-7. Gen etwa positiv sein könnte
(d.h. Vorhandensein einer Erbanlage).

Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM Herzerkrankung)
kann durch Vererbung hervorgerufen werden
- sie kann aber auch erworben sein. 
Auf eine erworbene HCM hat niemand Einfluss
und diese tritt viel häufiger auf als die vererbte Form.
Durch Bakterien, Viren oder andere Einflüsse kann der Herzmuskel erkranken.
Durch eine nicht behandelte, nicht erkannte Mandelentzündung können z.B..: Streptokokken , Bakterien die Herzklappen zerstören.
Es gibt noch zahlreiche andere Möglichkeiten zu erkranken.


Aktueller Stand zum HCM Gentest
nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen von 2012:

Die neuesten Forschungsergebnisse belegen jetzt,
dass der HCM-Gentest definitiv sinnlos ist.
Bei dem Vortrag "Gentest in der Katzenzucht - Sinn und Nutzen",
von Frau Dr. Elisabeth Dietschi (Universität Bern / Institut für Genetik)
aus 2012 in Düsseldorf (im Rahmen der 1. Tagung des DGK-DVG / "Experten erklären"), informierte sie, über die neuesten Forschungsergebnisse,
zu den verschiedenen Gentests.

So ist der HCM Gentest definitiv nutzlos, da das durch ihn nachgewiesene Gen weder für die tatsächlichen HCM-Erkrankungen verantwortlich ist,
noch mit diesen in irgendeiner Verbindung steht.

Fakt ist also, der HCM-Gentest hat absolut keine Relevanz
und keinerlei Aussagekraft darüber ob eine Katze je an HCM erkrankt
oder nicht, bzw. überhaubt gefährdet ist.

Nach wie vor ist die einzig sichere Testmethode,
der regelmäßige HCM-Schall über mehrere Generationen.

Stand zum HCM-Gentest 2008:
Von der medizinischen Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universitat
in München wurde eine Studie zu den beiden in Deutschland
verfügbaren Gentests auf HCM, bei Maine Coons durchgeführt.
Die Studie ergab, dass Maine Coons mit HCM genauso häufig,
positiv im Gentest getestet werden, als Maine Coons ohne HCM.
Deshalb ist der Gentest alleine nicht aussagefähig.

Uni Klinik Giessen 2008
Genetische Assoziation der A31P- und A74T-Polymorphismen
mit der felinen hypertrophen Kardiomyopathie bei der Maine Coon
C. Schinner, K. Weber, K. Hartmann, G. Wess,
Abteilung fur Kardiologie der Medizinischen Kleintierklinik
der Ludwig-Maximilians-Universitat München

Einleitung:
Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
ist die haufigste feline Herzerkrankung
mit autosomal dominantem Erbgang und variierender Penetranz.
Die A31P- und A74T-Polymorphismen (SNPs)
im kardialen Myosin binding protein C3-Gen (MYBPC3),
werden derzeit als kausale Mutationen bei Maine Coon-Katzen angesehen.
In der Praxis weichen Ultraschalldiagnosen häufig vom Genotyp ab.
Von züchterischer, sowie tierärztlicher Seite ist unklar,
wie mit herzgesunden Genotyp positiven Katzen verfahren werden soll.
Ziel der Studie waren deshalb die Evaluierung,
der klinischen Assoziation beider SNPs sowie die Beurteilung,
der klinischen Validitat bereits vermarkteter Gentests.
Material und Methoden:
83 Maine Coon-Katzen und 68 Katzen unterschiedlicher Rassen
gingen in die Studie ein. Weibliche Tiere mussten alter als 36 Monate,
männliche alter als 24 Monate sein.
Der Phanotyp "herzgesund“ oder "HCM“ musste eindeutig zuzuordnen sein.
Die Phanotypisierung erfolgte mittels Herzultraschall,
die Genotypisierung mittels TaqmanR Genotyping Assays Ergebnisse:
21,13% der herzgesunden Tiere waren im Gentest positiv fur den A31P
und 32,84% für den A74T-SNP. 75% der HCM-Gruppe
trugen das gesunde Allel bezüglich des A31P- und 50%,
bezüglich des A74T-SNPs.
Die Allelfrequenzen unterschieden sich zwischen den Phanotypgruppen
nicht signifikant.
Anhand der vorliegenden Studienpopulation bestand kein Hinweis,
dass bereits vermarktete Gentests einen pradiktiven Wert besitzen.
Eine computergestutzte Proteinanalyse ordnete die Auswirkung der SNPs
auf das Protein als benigne ein.
Der A31PPolymorphismus ist spezifisch für Maine Coons,
während der A74T-Polymorphismus auch bei anderen Katzenrassen vorkommt.

Schlussfolgerungen:
Mit der untersuchten Patientenzahl wurde keine Assoziation zwischen der HCM
und den untersuchten Polymorphismen gefunden.

Fazit :

Ebenso gibt es belegte Fälle, von im Gentest negativ (N/N) getesten Tieren,
die definitiv an HCM erkrankt waren.
Es gibt keinen belegbaren Beweis, dass heterozygote Tiere eher an HCM erkranken als negative Tiere.
Derzeit ist der HCM-Schall in regelmäßigen Intervallen
immer noch die sicherste Testmethode
und um den jeweiligen Genotyp zu bestimmen ist der Gentest unverzichtbar.
Wir verpaaren keine heterozygoten Katzen miteinander.
Mischerbige Tiere werden bei uns nur mit einem negativen Partner verpaart,
damit keine homozygot positiven Kitten geboren werden können.
Eine Zucht mit und von homozygt (reinerbig) positiven Tieren,
ist für uns keine Option.

PKD

Die polyzystische Nierenerkrankung ist eine weit verbreitete Erbkrankheit,
die Perserkatzen und deren Abkömmlinge betrifft.
Sie führt neben der Bildung von Zysten in Leber und Bauchspeicheldrüse
zur Bildung von flüssigkeitsgefüllten Zysten in der Niere,
die letztendlich das Nierenversagen verursachen,
das zum Tode einer betroffenen Katze führt.
Die PKD tritt im jugendlichen Alter der Katze auf.
Die Diagnose mittels Ultraschall kann frühestens mit dem Auftreten
erster Krankheitserscheinungen im Alter von ca. 8 Monaten gestellt werden.
Die Polyzystische Nierenerkrankung kurz PKD genannt.
Perserkatzen haben die höchste Erkrankungsrate von PKD.
Studien haben bewiesen, dass weltweit etwa ein Drittel der Perserkatzen
von der Krankheit betroffen sind.

Ultraschall der Leber
N
ur eine Momentaufnahme der Leber
und kann somit nie eine adequate Vorsorge sein.
Gegen Lebererkrankungen gibt es keine Impfung oder Vorsorge.

PK = Pyruvatkinase-Defizienz

Bei dieser Erkrankung, die auch beim Mensch und Hund vorkommt,
fehlt den roten Blutkörperchen das Enzym Pyruvat-Kinase,
welches für die Energiegewinnung der Erythrozyten wichtig ist.
Aufgrund einer beeinträchtigten Glykolyse in den Erythrozyten
ist ihre Lebensdauer stark verkürzt, wodurch eine chronische,
regenerative hämolytische Anämie hervorgerufen wird.
Betroffene Tiere können neben immer wiederkehrenden Symptomen
der Anämie
wie blassen Schleimhäuten, Schwäche und Müdigkeit
auch schwere "hämolytische Krisen" mit Gelbsucht und Fieber entwickeln.
Die Anzahl der roten Blutkörperchen kann von normal bis hochgradig vermindert sein. Verdächtig ist eine erhöhte Zahl juveniler Erythrozyten bei einer normalen Erythrozytenzahl. Gelegentlich ist eine vergrößerte Milz tastbar.
Aufgrund des unterschiedlichen Krankheitsbildes ist es wichtig,
dass eine Pyruvatkinase-Defizienz in Betracht gezogen wird,
wenn die Routinelaboruntersuchungen nicht zu einer Diagnose führen.
Da es bisher leider keine spezifische Therapie für die PK-Defizienz gibt,
ist die zuchthygienische Vorbeugung wichtig.
Zeigt ein erkranktes Tier eine schwere Anämie, können Bluttransfusionen lebensrettend sein.
Daher ist die Durchführung einer Blutgruppenbestimmung ebenfalls wichtig.
Bei betroffenen Tieren sollte sowohl Stress, als auch Risiken von Infektionen vermieden werden, da dadurch möglicherweise hämolytische Krisen ausgelöst werden können.


SMA
Die Spinale Muskelatrophie ist eine Motoneuronenerkrankung,
d.h. eine Erkrankung der Nervenzellen.
SMA beeinträchtigt alle Muskeln des Körpers,
wobei die sogenannten proximalen Muskeln häufig
am schwersten betroffen sind. Die Spinale Muskelatrophie bei der Maine Coon Katze ist dem SMA Typ III beim Menschen sehr ähnlich.
Betroffene Katzen zeigen bereits im Alter von rund 12 Wochen
auftretenden Muskelschwund und Muskelschwäche verbunden
mit einer Degeneration der spinalen Motoneurone.
An Spinaler Muskelatrophie erkrankte Katzen zeigen eine fortschreitende Instabilität des Ganges und Haltungsabnormalitäten,
die man der symmetrischen Schwächung und dem Schwund der Proximalen Muskeln zuordnen kann.
Die Symptome der SMA treten schon in der frühen Jugend auf
und führen zu einer fortschreitenden Behinderung
und einer unterschiedlichen Verkürzung der Lebenszeit.

Motoneuron oder motorisches Neuron 
werden die efferenten (ausführenden) Nervenzellen zusammengefasst,
die die Muskulatur des Körpers versorgen und somit Grundlage aktiver Kontraktionen
der Skelettmuskeln sind.

Züchten mit Gen - Defekten


Es gibt leider viele unwissende Leute, die ohne Papiere, Tiere verpaaren.

Beispiel :weiße Kätzin mit weißem Kater, durch Unwissenheit,
kommen oftmals tauben bis sehr schwerhörigen Babys zu Welt.
Wenn Sie von einer weiße Maine Coon träumen,
fragen sie beim Züchter, was für eine Farbe die Elterntiere haben
und ob die Kitten eine Audiometrietest haben.

:


Unser Zuchtziel ist es, diese wundervolle Katzenrasse in ihrer Ursprünglichkeit
und Schönheit zu erhalten. Wir bevorzugen die sogenannten "alten bewährten Linien",
die wir in den 90`er Jahren schätzen gelernt haben.
Leider ist die Maine Coon zur Moderasse geworden, der Typ hat sich stark verändert.
Wir möchten moderate, ausgewogene, kräftige und robuste Katzen züchten, die den Adoptiveltern, lange viel Freude machen. Kriterien für unsere Zuchttiere sind Gesundheit, ursprünglicher Typ, Charakter und natürlich ein bewährter Stammbaum.

Bei unserem Nachwuchs legen wir Wert auf Gesundheit, liebevolle Aufzucht,
Babys mit Schmuseabitur, großen kräftigen Körperbau, einer kantigen Schnauze
und großen Ohren, mit schönen Luchspinseln.
.

Die Gesundheit unserer Katzencrew, hat 365 Tage im Jahr, höchste Priorität.

Doch bei allen Vorsorgemaßnahmen und Bemühungen handelt es sich um Lebewesen ,
die auch erkranken können.
Eine Garantie für ewige Gesundheit können leider wir,
genauso wie kein anderer Züchter, garantieren.


Der Gentest kann hilfreich sein, wird aber nie eine alleinige Garantie sein.



 


 

 

 

 

 

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