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Geschlechtsmerkmale von Kater & Katze
Manchmal ist es gar nicht so einfach, bei kleinen Katzenbabys die Geschlechtsmerkmale festzustellen. Auf den folgenden Abbildungen ist der " kleine Unterschied " gut zu erkennen, um einen Kater oder eine Kätzin zu bestimmen.
Bilder mit freundlicher Genehmigung von www.hauspuma.de
Beim Kater sind bereits die winzigen Hoden durch kleine Erhebungen angedeutet. Der Penis ist in einer kleinen, runden Öffnung etwa 1 cm unter dem Anus verborgen. Beide Öffnungen werden durch den Hodensack getrennt, der als dunklere Erhebung erscheint. Die Hoden sind vor der 6. Lebenswoche nicht immer sichtbar und werden er bei heran wachsenen Katern deutlich zu erkennen sein.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von www.hauspuma.de
Beim Kätzchen liegen After und Scheide nahe beieinander. Kleiner Tipp : Bitte heben Sie vorsichtig das Schwänzen hoch, wenn Sie einen "Doppelpunkt" (:) entdecken, handelt es sich um ein Katerchen, bei einem umgedrehten "Semikolonzeichen", also ( Strichpunktzeichen ) (;) um ein Weibchen. Diese Art der Geschlechtsbestimmung ist nicht nur sehr einfach, sondern auch sehr effektiv. VORSICHT , wenn Sie mit den Kleinen handtieren - die Kleinen sind noch sehr empfindlich !
Der KATER
Der Hoden
Die Hoden des Katers befindet sich gut sichtbar unter der Aftergegend. Bei einem Kater von ca. 5 kg wiegen sie zusammen ungefähr 5 Gramm. Dort liegt das samenbildende Gewebe, das aus vielen netzartig verzweigten Kanälchen besteht. Sie haben eine Länge von insgesamt 25 Metern. Darin werden die Spermien gebildet und werden dort im sogenannten Nebenhodenkanal gespeichert. Hoden und Nebenhoden münden in den Samenleiter, der mit Blutgefäßen und Nerven als Samenstrang in die Bauchhöhle führt. Beide Samenleiter münden in die Harnröhre, die durch die erbsengroße und relativ feste Prostata nicht vollständig umschlossen wird. Spermien, sowie die Sekrete der Prostata u. Harnzwiebeldrüse bilden zusammen die Samenflüssigkeit, auch Ejakulat genannt. Die Menge beträgt ca. 0,01 - 0,05ml pro Samenerguss.
Der Penis
Die einfach gebaute Vorhaut umgibt ihn ringförmig. Er besteht aus dem paarigen Schwellkörper, dessen beiden Schenkel fest mit dem Sitzbein des Beckens verwachsen sind. Sie vereinigen sich an der Peniswurzel. Dieses Hohlorgan, dessen Adersystem bei der Versteifung mit Blut prall aufgefüllt wird beträgt im Ruhezustand etwa 20 Millimeter, die Penisspitze ist ca. 4 Millimeter lang. Im Penis sitzt interessanterweise ein kleiner Knochen. Bei der Erektion wird der Penis anderthalbfach verlängert, der Durchmesser verdoppelt sich. Eine eigentliche Eichel hat der Kater nicht, dafür verfügt er aber über eine Spitzenkappe. Der Penis ist nach hinten gerichtet und nur erigiert parallel zur Rückenlinie nach vorne. Trotzdem muss beim eigentlichen Akt der Rücken des Katers sehr stark gekrümmt werden, um ein Eindringen in die Scheide zu erleichtern.
Die Wolluststacheln
Auf der Penisspitze befinden sich ca. 100-200 verhornte Papillen von etwa einen Millimeter Länge, die wie Widerhaken wirken, da sie nach hinten gerichtet sind. Das Wachstum dieser kleinen Stacheln ist hormongesteuert und wird somit durch eine Kastration beeinflusst. Nach der Einführung des Penis schreit die Katze dann laut auf, schon ist der Deckakt geschehen.
Der Penisknochen
Dieses hohlmeißelähnliche Gebilde von etwa drei bis fünf Millimeter Länge entwickelt sich mit der Geschlechtsreife aus ursprünglich sehnigem Gewebe. Der Penisknochen verstärkt die Festigkeit des Penis, erleichtert dessen Einführung in die Scheide, unterstützt die Stempelwirkung der Penisspitze und erhöht die Reizwirkung des Geschlechtsaktes.
Die Katze
Die Geschlechtsorgane der Katze setzen sich aus den zwei Eierstöcken, der Gebärmutter mit Eileitern und Muttermund, der Scheide und Scham zusammen.
Die Eierstöcke
Die Eierstöcke enthalten das Gewebe, in dem die Eizellen heranwachsen. Es handelt sich um längliche Organe, die acht bis neun Millimeter lang und etwa sieben Millimeter breit sind, sowie rund vier Millimeter dick. Sie hängen an einem Band in der Bauchhöhle dicht hinter den Nieren und sehen bei der herangewachsenen Katze wie winzige "Himbeeren" aus. Diese sogenannten Follikel dienen der Eizelle zum heranwachsen. Meistens sind an den Eierstöcken auch kleine gelbliche Knötchen zu entdecken, die sogenannten Gelbkörper.
Gebärmutter, Gebärmutterhals
Sie besteht aus zwei Hörnern sowie dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri). Diese beiden Hörner sind bei jungen Katzen zwirnsfadendünn. Bei Katzen, die schon geworfen haben, weisen sie etwa die Länge von ca. acht bis zehn Zentimeter und drei bis vier Millimeter Dicke auf. Die Eileiter münden in die Gebärmutterhörner. Von dort geht es in den unpaarigen Gebärmutterkörper, der rund zwei Zentimeter lang und etwa genauso dick ist wie die Hörner. Ein kleines Knötchen markiert den Gebärmutterhals. Er hat nur einen äußeren Muttermund.
Die Eileiter
Zu den Eierstöcken hin liegen die beiden Eileiter. Sie sind etwa fünf Zentimeter lang und ein bis drei Millimeter dick. Durch sie sollen die nach dem Platzen der Eibläschen (Follikel) freiwerdenden Eizellen in die Gebärmutter durch die Eileitertrompete einwandern. Diese Verbindung ist nicht hundertprozentig dicht und in extrem selten Fällen kommt es dazu, dass sich eine Eizelle in die Bauchhöhle verirrt - wenn dann noch eine Samenzelle hinzukommt führt dies eventuell zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft, die auch bei Katzen nicht absolut ausgeschlossen ist.
Die Scheide
Die Scheide ist ein etwa vier Zentimeter langer Schlauch in der einerseits die Gebärmutter - durch den Muttermund abgegrenzt - und anderseits die Harnröhre mündet. Die Scheide geht nach außen in den Scheidenvorhof über. Auch viele Katzen haben ein Jungfernhäutchen (Hymen). Nach außen geht die Scheide in die Scham über. Sie ist mit feinen Haaren sehr dicht bewachsen. Die wulstigen Schamlippen laufen bauchwärts in einem spitzen und rückwärts in einem stumpfen Winkel zusammen. Der Kitzler liegt in einer Schleimhauttasche. Der eigentliche Kitzlerkörper, der genauso wie der Penis bei sexueller Erregtheit anschwillt, ist ca. einen Zentimeter lang.
Die Geschlechtsreife
Katzen werden in der Regel mit ungefähr 6 - 9 Monaten, mitunter auch erst ab dem zwölften Monat geschlechtsreif. In Ausnahmefällen kann die Geschlechtsreife bereits zwischen dem vierten und fünften Lebensmonat eintreten.
Bei einem Katerchen seztzt bereits mit ca. 4 Monaten die Bildung des Geschlechtshormons Testosteron ein, dieses Hormon steuert die Reifung der Geschlechtsorgange und das katertypische Paarungsverhalten. Mancher Kater ist bereits mit 6 bis 8 Monaten ein Frühstarter, andere Kater entdecken das Abenteuer Liebe erst mit 12 bis 15 Monaten.
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